Kupfer und Zink
Das Kupfer, überwiegend im Bereich der Klempnerei und Installation benötigt, erfreut sich auch im Bereich der gestalterischen Metallverarbeitung immer größerer Beliebtheit.
Dachdeckungen oder Wandverkleidungen von Gebäuden, meist in Stehfalztechnik, lassen sich ausgezeichnet mit beiden Werkstoffen herstellen, sind aber aufgrund Ihrer besonderen Verlegetechnik nur den Klempnern und Dachdeckern vorbehalten. Im Bereich des Metallbaus findet, ähnlich wie beim Messing z.B. das Kupfer Anwendungen wie Gardinenstangen, Tresenverkleidungen im Ladenbau oder wie in einem unserer jüngsten Projekte als Verkleidung von Außenraffstoren.
Bei allen Projekten
jedoch steht und fällt die Herstellungsmöglichkeit mit der
Verfügbarkeit der Materialien, da die meisten Grundwerkstoffe nun
einmal aus der Installationstechnik oder Klemnerei kommen. Somit sind
Bleche bis zu 2,0 mm Stärke und Rohre in nahezu allen Dimensionen
erhältlich. Flach- oder Winkelprofile sind kaum oder gar nicht
erhältlich.
Ähnlich verhält es sich beim Zink, welches
ausschließlich als Blech und hier in Stäken bis meist 1,0 mm
angeboten wird.
Nachteil generell bei beiden Blechsorten, ist die Verfügbarkeit von Tafelformaten, die bei Stahl, Edelstahl oder Aluminium auf die Standardgrößen von 1,0 x 2,0 m; 1,25 x 2,5 m und 1,5 x 3,0 m zurückgreifen, bei Kupfer und Zink meistens in Handelsgrößen von max. 1,0 x 2,0 m angeboten werden.
Die durchweg guten Eigenschaften in der Verformbarkeit sowie Fügbarkeit durch Löten machen die beiden Werkstoffe zum Verbündeten der Klempner und Dachdecker. Aber wie gesgt, auch im Metallbau lassen sich gelungene Werkstoffkombinationen herstellen die den Architekten und Bauherren allerhand Gestaltungsmöglichkeiten lassen.
In Punkto Korrosionsschutz verhalten sich die beiden Werkstoffe wie das rohe Aluminium. Sie bilden alle durch den Luftsauerstoff an ihrer Oberfläche sehr dünne, aber feste und vor allem haltbare und langlebige Metalloxydschichten. Diese Schichten sind beim Kupfer, vor allem durch Ihre sich nach langer Zeit einstellende “Grünfärbung”, besonders auffällig. Beim Zink ist diese Schicht eher etwas ins ein dunkleres Grau gehend, während Sie anfänglich hellgrau/silbrig erscheint.
Die
hervorragende Eigenschaft im Korrosionsverhalten hat man sich an
anderer Stelle ebenfalls zu Nutze machen können. Beim
Korrosionsschutz von Stahl.
Hier wird der in großen Bädern verflüssigte Zink durch
Eintauchen der Stahlteile mit einer Zinkschicht überzogen. Dieses,
vielen unter dem Begriff “Feuerverzinkung” bekannte Verfahren ist aus
heutiger Sicht nicht mehr aus der Stahlverarbeitung wegzudenken.
Man erreicht durch die Verzinkung die bei immerhin fast 500° C von
statten geht, daß das Metall in einer gleichmäßigen
Schicht in Stärken zwischen 50 µm bis zu 200 µm auf
dem Stahl anhaftet. Dies geschieht natürlich erst nach einer
entsprechenden Vorbehandlung des Stahls, damit dieser metallisch rein
und ohne Verzunderungen dem Zink eine optimale Anhaftung
ermöglicht.
Durch die Zinkschicht, die im übrigen bei Hohlprofilen auch von innen den Stahl schützt in dem der Zink durch entsprechende Bohrungen in die Hohlräume hineinläuft, kann je nach Agressivität der Atmosphäre und Zinkdicke eine Schutzdauer des Stahls von bis zu 70 Jahren erreicht werden. Wohlbemerkt an der Außenluft ohne weitere Schutzschichten. Die Schutzdauer läßt sich zusätzlich noch weiter verlängern, in dem durch Farbaufträge der Abtrag des Zinks verhindert wird.....
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