Zum Abschluß unseres Edelstahltrips erhalten Sie hier weitere Informationen zu diesem einzigartigen Werkstoff.
Edelstahl Rostfrei ist
der Sammelbegriff einer Gruppe von über 120 nichtrostenden und säurebeständigen Stählen. Im Bauwesen werden zumeist fünf Werkstoffsorten verwendet. Entscheidender Vorteil der nichtrostenden Stähle ist ihre Korrosionsbeständigkeit in
Abhängigkeit von ihrer Zusammensetzung. Sie ähneln Edelmetallen, denn ein Oberflächenschutz ist überflüssig und der Pflegeaufwand gering. Von den Herstellern werden sie unter Werkstoff-Nr. und Markenbezeichnung vertrieben, die eine exakte
Zuordnung der Stähle zum Ziel haben. 1.4016
1.4301 bekannt als V2A ist der Grundtyp der Chrom-Nickel-Stähle, sehr gut kalt- und warmformbar, in normaler Außenatmosphäre beständig und für Innen- und Außenanwendung geeignet. Er kann auch auf der Baustelle geschweißt werden.
1.4541 ist von ähnlicher Zusammensetzung wie 1.4301, jedoch zusätzlich mit Titan stabilisiert. Hierdurch wird seine Korrosionsbeständigkeit im geschweißten Zustand verbessert. Deshalb sollte bei Schweißkonstruktionen ab ca. 6 mm Dicke dieser Werkstoff eingesetzt werden, wenn aus Sicht der Korrosionsbeständigkeit der Werkstoff 1.4301 nicht ausreicht.
1.4401 ist ein Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl mit höherer Korrosionsbeständigkeit. Er ist auch in chloridhaltiger und schwefelsauer Atmosphäre bei Raumtemperatur weitgehend beständig und daher für den Einsatz in Industrieatmosphäre und Küstennähe geeignet. Die Umformeigenschaften entsprechen denen des Stahls 1.4301. Er ist in dünnen Abmessungen ebenfalls auf der Baustelle schweißbar.
1.4571
bekannt als V4A ist wie 1.4541 mit Titan, aber zusätzlich noch mit Molybdän legiert. Er wird ebenfalls bei Schweißkonstruktionen ab ca. 6 mm Dicke eingesetzt, wenn aus Korrosionsgründen ein molybdänlegierter Stahl erforderlich ist. 1.4571 und 1.4541 können nicht poliert werden.
Tips zur weiteren Verwendung und Oberflächenschutz: Während nichtrostender Stahl in der elektrolytischen Spannungsreihe ”oben” bei den Edelmetallen angesiedelt ist, gelten viele Metalle
als unedler und müssen gegen direkten Kontakt geschützt werden. Dies geschieht durch Schutzanstriche oder Zwischenlagen aus Kunststoff. Bei den üblichen Bauwerkstoffen wie Aluminium, Zink und Kupfer ist dies erfreulicherweise nicht der Fall.
Zusammenbau mit anderen Materialien
Oberflächenschutz mit Folien Dieser Oberflächenschutz hat folgende Vorteile:
Die Oberfläche wird bei Lagerung und Transport geschützt. Viele Verarbeitungsvorgänge, wie Abkanten, Biegen, Tiefziehen und Stanzen sind ohne
Oberflächenbeeinträchtigung durchführbar. Schutzüberzüge, gleich welcher Art, müssen jedoch nach der Montage abgezogen werden! Unter Wärme- und Lichteinwirkung können diese schnell altern, so daß sie sich nicht mehr rückstandsfrei bzw.
überhaupt nicht ablösen lassen.
Grundreinigung Da Rückstände von Klebern oder Schutzfolien zu Korrosion führen können, ist eine Grundreinigung nach Herstellervorschrift vorzunehmen. Hierfür werden meist abrasiv wirkende alkalische Reiniger
verwendet. Farbspritzer mit Lösungsmittel entfernen, Kalk- oder Zementspritzer möglichst vor dem Aushärten mit einem Holzspan abschaben. Keine Werkzeuge aus normalem Stahl verwenden, da Fremdrostgefahr besteht. Salzsäure, auch in schwacher
Lösung, darf auf keinen Fall verwendet. Beim “Absäuern” von Mauerwerk oder keramischen Bauteilen sind Edelstahlelemente zu schützen.
Wir hoffen Ihren größten Wissensdurst fürs erste gestillt zu haben.
Wenn Sie weitere Fragen oder einen konkreten Projektbedarf haben sprechen Sie gern an oder senden Sie uns eine Mail.